Geschafft aber glücklich waren die Kinder des BC Anhalt nach dem 39. Miniturnier in Göttingen. Foto: BCA

Wenn man mit 2 Tagen Abstand auf das große Mini-Turnier in Göttingen zurückschaut, muss man festhalten: Nur selten haben die Kinder des BC Anhalt wohl so viele Medaillen plus einen Pokal in so kurzer Zeit abgestaubt.

Schon die Anreise mit 4 Fahrzeugen, 23 Leuten, einem konfiszierten Eimer Popcorn und einer 120-Drossel im Bus eines unterstützenden Elternpaares war, ganz im Stile des BC Anhalt eine Punktlandung. 10:45 Uhr begann das erste Spiel der U10, 10:43 Uhr standen alle Kindern umgezogen und motiviert auf dem Spielfeld, bereit für Kapitel 1 eines Siegeszuges, der vorher so nicht zu erwarten war.

Nach der Stärkung ging es auch gleich wieder auf das Spielfeld. Foto: BCA

Die ersten 3 Spiele gegen Köpenick, Ronsdorf-Graben und die Junioren der Profis aus Vechta wurden allesamt klar gewonnen und somit stand der Gruppensieg nach dem ersten Tag zu Buche. Mit teilweise begeisternden Tempobasketball und vor allem vielen Steals in der Defensive machten Abdul, Conrad und ihre Mitspieler den Gegner das Leben reichlich schwer. Auch die Ausgeglichenheit des Teams und der Fakt, dass es beim durchwechseln von Coach Marcel nie Anpassungsschwierigkeiten auf dem Feld gab, waren wichtige Zutaten für die Kantersiege in der Gruppenphase.

Nicht nur die U12 schaute bei der U10 des BCA genau hin. Foto: BCA

Ähnlich erfolgreich lief es für die U12 in den Parallelspielen. Durch einen Sieg im ersten Spiel gegen KSV Ajax aus Berlin, einem Unentschieden den TSV Neustadt und einen hart erkämpften Sieg (Herzschlagfinale!) in der folgenden Zwischenrunde gegen den SV Henstedt-Ulzburg waren auch für die U12 schon Medaillen in Reichweite.

Natürlich geht es aber bei solchen Turnieren nie nur um Basketball. Die wirklich bleibenden Geschichten beinhalten meistens große Pizzen in rauen Mengen, ein Waffeleis zwischendurch bei 32°C im Schatten und verdammt viel Regen wenn man gerade die Zelte aufbauen will… Von allem war etwas dabei, am meisten allerdings Regen. Zwei Väter, inklusive Coach Marcel, und ihre Kinder ließen sich davon aber nicht beirren und nächtigten, wie geplant, im Zelt. Die anderen folgten den kritischen Wettervorhersagen und besorgten sich eine Unterkunft in einem separaten Kraftraum mit 5 anderen Spielern aus Hildesheim – definitiv eine gute Alternative zu einer Nacht mit 200 Leuten in einer 3-Felder-Halle!

Mit wenig Schlaf aber viel Kakao zum Frühstück ging es für die Kinder des BC Anhalt dann am Sonntag in die entscheidenden Spiele um die Medaillen. Die U12 bekam es mit dem schon vorher stark aufspielenden BC Soest zu tun und musste sich geschlagen geben. Im zweiten Spiel gegen den BBC Köpenick ließen die Kräfte dann langsam nach und so mussten wir den Jungs aus der Hauptstadt den zweiten Platz überlassen. Nichtsdestotrotz haben unsere Jungs bei tropischen Temperaturen starke Leistungen gegen die nationale Konkurrenz gezeigt und wurden am Ende verdient mit Bronze-Medaillen belohnt.

Noch besser lief es für die U10. Im Halbfinale konnte der TSVE Bielefeld klar besiegt werden und somit war der Weg frei für einen echten Klassiker im Mitteldeutschen Basketball: BC Anhalt gegen Science City Jena! Angestachelt vom Jubel der U12 auf den Rängen, hängten sich unsere Jüngsten voll rein und konnten am Ende einen ungefährdeten Sieg gegen die Jungs aus Thüringen feiern.

Mit der Goldmedaille und dem Pokal in der Hand ging es dann auch schon wieder zurück in die Busse und die kleine Dessauer Kolonne setzte sich in Richtung Heimat in Bewegung. Im Gepäck Erinnerungen die noch lange im Gedächtnis bleiben werden.

 

Neben dem Basketball-Spielen hatte die Nahrungsaufnahme oberste Priorität. Foto: BCA