Nachwuchs: Bodenständig trotz großem Fuß

John-Patrick Hantschel (am Ball) beim Turnier der European Youth Basketball League. // Foto: Science City Jena

John-Patrick Hantschel ist eines der größten Basketball-Talente des BC Anhalt und dazu noch ein wirklich dufter Typ! Nett, engagiert, hilfsbereit, fokussiert auf den Sport. Und genau diese Mischung macht den 13-Jährigen zu einer echt coolen Socke. Wie weit man es durch eine 100-prozentige Einsatzbereitschaft bringen kann, zeigen in den vergangenen Wochen seine Einsätze in Litauen und Lettland.

Dort nahm er als Gastspieler von Science City Jena an zwei Turnieren der European Youth Basketball League (EYBL) teil – und konnte dabei überzeugen.

Und trotz Schule und Basketball im Kopf, war John so freundlich, uns einen kleinen Einblick in eben dieses Köpfchen zu geben!

Ganz allgemein: Wie ist es so in Litauen und Lettland? Was geht da so?
Die Landschaft in Lettland ergab sich für mich fast immer gleich, endlose Weite, voller Bäume. Abgesehen davon bekam ich von Lettland nicht viel mit, da ich mich ehrlich gesagt die ganze Zeit versuchte, auf den Basketball zu fokussieren.

Wie ist der europäische Jugend-Basketball, was machen die anders?
Ich denke der größte Unterschied zu unserem Basketball, sprich der Mitteldeutschen Liga und der Landesliga, ist die Intensität, die ist viel höher.  Da fast alle Spieler die richtigen Grundlagen mitbringen, was Größe und Stärke betrifft, wird die Center-Position viel mehr durch Dominanz und Willensstärke ausgespielt, als das bei uns der Fall ist.

Wie bist du in den Games zurechtgekommen?
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mich in das Spielsystem von Science City Jena einzufinden, da ich dort eine andere Rolle als beim BC Anhalt einnehmen musste. Nach dem ersten Spiel hatte ich bei den Turnieren jeweils das Gefühl bei jeder Partie immer mehr dazu zu lernen – auch wenn die Statistiken das vielleicht nicht auf den ersten Blick belegen. Es hat auf jeden Fall jedes Mal aufs Neue eine Menge Spaß gemacht, mal auf dieser Ebene den Basketball zu erleben.

Was war der schönste Augenblick?
Der beste Moment war der Sieg über Alytus! Dieses Spiel war zwischendurch immer wieder hart umkämpft und wir lagen zur Hälfte mit zwei Punkten hinten. Allerdings wendete sich die Partie zur Hälfte des dritten Viertels und wir spielten nur noch unser Spiel, ließen in den folgenden 14 Minuten nur noch vier Punkte zu und beendeten das Spiel siegreich mit 62:47.

Wie gehts jetzt für dich persönlich weiter?
Ich werde die kommende Saison weiterhin beim BC Anhalt spielen und versuchen mich in den Herrenbereich beim BCA und in der JBBL-Mannschaft des Mitteldeutschen Basketball Clubs nach oben zu kämpfen. Ich habe richtig Lust auf Basketball!

Danke John für diese spannende Einblicke! Wir freuen uns, dich bei uns im Verein zu haben! Du bist eine Inspiration für alle Spieler des Vereins!

FINALE! Schulliga Champion und Oberligameister gesucht!

Werden sich die „Akazien Bulls“ rot auch diesmal wieder den Titel sichern? Und wie werden die „Kochstedt Kings“ in schwarz am Ende abscheiden? Noch sind nicht alle Fragen beim Sparkassen Basketball Grundschulcup geklärt. // Foto: Hartmut Bösener

Was für ein besonderer Basketball-Sonntag! Ob es die Spielplaner extra so eingerichtet haben, kann nicht mehr ermittelt werden, trotzdem aber wird der kommende Sonntag (18.3.) ein ganz besonderer für die kleinen und großen Korbjäger aus Dessau-Roßlau. Sowohl das Finalturnier im Sparkassen Basketball Grundschulcup als auch das erste Play-off Finalspiel der Oberliga Sachsen-Anhalt mit Beteiligung der ersten Männermannschaft des BC Anhalt finden an ein und demselben Tag statt!

Den Anfang macht am Morgen zwischen 10 und 13 Uhr zunächst die Basketball Schulliga Sachsen-Anhalt: Die regionale Staffel Anhalt, der „Sparkassen Basketball Grundschulcup“, ermittelt dann in der Sporthalle des Dessauer Liborius-Gymnasiums ihren Meister.

Sieben Schulmannschaften aus Dessau, Zerbst und Gräfenhainichen kämpfen um den Titel, der eine ganz besondere Ehre nach sich zieht: Der Meister darf sich am 1. Mai mit den anderen fünf Staffelsiegern aus Sachsen-Anhalt zum großen „Champions Turnier“ in Weißenfels messen. Gegen 12.30 Uhr dürfte der Titel ausgespielt sein und die Siegerehrung beginnen.

Genau zu dieser Zeit rollt direkt vor der Sporthalle der große kostenlose Fanbus des BC Anhalt vor, der die Mannschaft, ihre Fans und Unterstützer nach Quedlinburg bringt (Einige Plätze gibt es noch, bitte per Mail unter info@bc-anhalt.de anmelden). Punkt 13.30 Uhr ist Abfahrt zum ersten Play-off Finalspiel der Basketball-Oberliga der Männer. In einer „Best of three“-Serie tritt der Titelverteidiger und Landesmeister der Jahre 2016 und 2017 BC Anhalt bei der BG Quedlinburg/Aschersleben Tigers II an und will versuchen, den historischen „Threepeat“ von drei Meisterschaften in Folge schaffen. Spielbeginn in der Quedlinburger Bodelandhalle ist am 18. März um 16 Uhr. Das zweite Spiel der Serie findet dann am Sonnabend, den 24. März ab 18 Uhr in der Sporthalle des Philanthropinums in Dessau statt. Käme es zu einem alles entscheidenden dritten Spiel, ist dies für Ostersamstag (31. März) um 19 Uhr in Quedlinburg angesetzt.

Der große „Basketball Finaltag“ am 18. März 2018
Sporthalle des Liborius-Gymnasiums (Rabestraße 19, 06844 Dessau-Roßlau)
9.30 Uhr Treffen für alle Spieler des Sparkassen Basketball Grundschulcup
10.00 Uhr Finalturnier Sparkassen Basketball Grundschulcup
12.30 Uhr Siegerehrung Sparkassen Basketball Grundschulcup
13.30 Uhr Abfahrt des kostenloses Fanbusses nach Quedlinburg an der Sporthalle
16.00 Uhr Oberliga Play-off Finale Spiel 1, BG Quedlinburg/Aschersleben Tigers II – BC Anhalt

Herren 1: „Die schönsten Jahre“

Coach Friedel mit dem richtigen Fokus – nur nach vorn, niemals zurück! // Foto: Hartmut Bösener

Als ich (also ich, die Janet) vor sechs, sieben Jahren nach Dessau kam und arbeitsbedingt mit dem BC Anhalt in Kontakt kam, da war er schon lange da. Unser Spielertrainer der ersten Männermannschaft Mario Friedrich – oder liebevoll Friedel genannt. Zwar war er damals noch nicht direkt als Coach tätig, doch seitdem ist Friedel die Konstante im Oberliga-Team. Immer kompetent, engagiert, konkret und zielgerichtet. Nicht immer einfach ist der Umgang mit den vielen Charakteren im Team. Ich habe ihn immer als fairen Coach mit Zuckerbrot und Peitsche erlebt. Aussagekräftig am Spielfeldrand, versucht er das Team zu Höchstleistungen zu pushen. Auf dem Spielfeld selbst, sieht man ihm sein Alter oftmals nicht an – immer den nächsten Sieg fest im Blick. Wer verliert schon gern. Coach Friedel nicht!

Jetzt in dieser besonderen Situation – mit der Chance auf den dritten Landesmeistertitel in Folge, hat sich Coach Friedel unseren Fragen gestellt und antwortet, wie sollte es anders sein, auf seine ganz eigene souveräne Art. Und wie gewohnt denken wir uns unseren Teil 😉

Fünfmal in den vergangenen sechs Jahren in die Play-offs eingezogen, zweimal den Titel geholt. Muss doch richtig Spaß machen, den BC Anhalt zu coachen oder?
Die letzten Jahre waren definitiv die erfolgreichsten und mit die schönsten Spielzeiten meiner Trainier- und Spielerlaufbahn. Es war und ist eine sehr komfortable Aufgabe, mit diesem Kader zu trainieren und zu spielen. Ich erinnere mich an Saisons, an denen man am Tag vor dem Spiel grad so auf sechs bis acht Spieler kam und regelmäßig gegen den Abstieg spielte – wobei das auch eine sehr spannende, wenn auch nervenraubende Zeit war. (Bloß gut, dass diese Zeiten vorbei sind! Der Sonnenaufgang, erblickt von der Bergspitze, ist viel schöner, als vom Tal aus gesehen – um auch ein bisschen Poesie ins Spiel zu bekommen)

Was hast du mit dem Team in den vergangenen Jahren angestellt, dass es so gut läuft?
Zum einen haben wir konstant einen oberligatauglichen Kader und eine gute Mischung aus Jung und Alt. Zum anderen muss man natürlich auch etwas Glück haben mit Verletzungen, Krankheiten und natürlich mit Spielerzugängen. Hier sind natürlich vor allem Kobe, Stefan, Rami und seit 2 Jahren auch wieder Fabian zu nennen. Aber auch die ganzen Trainingsbedingungen sind durch unseren Verein gut organisiert, das ist nicht überall selbstverständlich. (Danke, für das Lob! Ihr seid auch ganz toll..)

Die Leistungsträger sind nicht mehr die Jüngsten, deshalb wollt und müsst ihr den Nachwuchs in die Mannschaft integrieren. Wie gut funktioniert das?
In den letzten Jahren waren immer recht erfahrene Teams in den Play-Offs bzw. waren die Leistungsträger der Teams fast immer die Routiniers – beim USC Magdeburg Vladi Ivanov und Hannes Menger und beim SV Halle eigentlich alle Spieler. Aber jeder kann sehen, dass der Nachwuchs bei uns permanent Spielzeiten erhält und die Jugendspieler den älteren Spielern den Rücken freihalten. Ich will da jetzt auch keine Namen nennen, wer jetzt besonders hervorsticht. Ich setze die Jugendintegration auch immer als ein Saisonziel – neben der Platzierung – mit an und bisher hat es uns geholfen, erfolgreich zu sein. Diese Praxis wollen wir fortsetzen, aber die Routiniers werden weiter ein wichtiger Bestandteil bleiben. (Das ist wie beim Mindeshaltbarkeitsdatum – ist auch nicht immer gleich alles schimmlig. Der Mix macht es!)

Zweimal in Folge seid ihr Meister gewesen, wäre nun alles andere als ein Threepeat für euch eine Enttäuschung?
Das Team will unbedingt den Threepeat und jeder wird unglücklich sein, wenn wir nicht Meister werden. Zum einen weil wir eine souveräne Saison gespielt haben, vor allem endlich auch zu Hause stark waren, aber auch weil wir wahrscheinlich das beste Team der letzten drei Jahre haben. Auf der anderen Seite fehlen uns mit Mathis und Andi zwei sehr wichtige Alternativen auf dem Flügel. (Tja Friedel, die Situation ist nichts Neues – unser Kampfgeist ist unser Geheimnis – alle Gegner brauchen das hier nicht zu lesen!)

Titelhamster!//  Foto: Oliver Harloff

Alles redet vom Traumfinale BC Anhalt gegen Aschersleben Tigers II. Man muss es doch aber erstmal erreichen oder?
Das gilt für beide Teams! Man hat es letztes Jahr gegen Weißenfels gesehen, dass der Kopf auch stark genug sein muss. Der Druck ist bei uns sicher höher, da wir der Titelverteidiger sind und in einem möglichen Finale keinen Heimvorteil hätten. Aber zuerst müssen beide Teams die Pflicht erfüllen. Magdeburg und die Sixers II haben sich am Ende verdient in die Play-offs gekämpft. Wenn die Sixers voll besetzt sind, können sie jeden schlagen. Wir haben letztes Wochenende gesehen, wie die sich immer wieder zurückgekämpft haben – sie sind bissig und gefährlich.

Nehmen wir mal an, ihr schafft es ins Finale. Wären die Tigers II dann der stärkste Konkurrent der vergangenen Jahre?
Nein, sowohl der USC Magdeburg 2016 als auch der SV Halle 2017 waren mindestens genauso stark. Aschersleben II hätte 2018 den Heimvorteil, aber den hatte der SV Halle auch. Ich denke, falls beide Teams ins Finale kommen sollten, werden es drei spannende Spiele! (aber wir kommen doch ins Finale … klaro!)

Hast du extra Play-off Unterwäsche?
Ich kannte einige Spieler, die Glücksbringer beim Spiel getragen haben, aber ich bin da absolut nicht der Typ für. Das Wichtigste ist eine gute Vorbereitung und Respekt vor dem Gegner. (Komm schon Friedel, auch du hast deine Geheimnisse!)

Danke Friedel für das Gespräch! Und nun frei nach deiner Vorgabe: „Arsch runter und mit den Händen wackeln!“

Nachwuchs: Sieg, Sieg und ein Landesmeistertitel

So sehen Landesmeister aus: Die U12 I sicherte sich den Titel vorzeitig durch einen Auswärtssieg in Elbingerode. // Foto: BCA

(jl) Ein großartiges Wochenende liegt hinter unseren Nachwuchsbasketballern. Drei Partien waren angesetzt, drei Siege wurden eingefahren.

In der U12-Bezirkliga traf die U12 I am Samstagmorgen auf die BSW Sixers. Schon bevor unsere Oberliga-Jungs am Abend die BSW Sixers II bezwangen, putzte unsere U12 I den Sandersdorfer Nachwuchs vom Feld. Der 95:39-Sieg sprach eine deutliche Sprache!
Absoluter Wurfkönig – und das am frühen Morgen – war Tristan, der satte 40 Punkte zum Sieg beisteuerte. Zusammen mit Abduls 31 Punkten dominierte das Wurfduo die Partie. Ein Warmmachen für die harte Nuss, die auf das Team am Sonntag warten sollte.

Doch bleiben wir noch etwas beim Samstag. Im zweiten Jugendspiel des Tages traf die U14 II in der Bezirksliga auf den BBC Halle II. Mit etwas Unterstützung aus der U14 I – kein eigenes U14 I-Spiel am Wochenende, was soll man(n) also sonst machen – konnte das Bezirksliga-Team einen ungefährdeten 64:42-Sieg feiern. Sehr zur Freude von Coach Robert.

Nun aber zum Highlight des Wochenende: Gut, das frühe Aufstehen – 7.30 Uhr war Abfahrt – war wohl noch nicht das Highlight. Doch die Aufregung vor DEM Landesligaspiel gegen die Bodfeld ‚Baskets‘ Oberharz war der U12 I trotzdem ins Gesicht geschrieben. Neun kleine Dessauer wollten vorzeitig Landesmeister werden. Mit dem Anpfiff waren dann auch alle wach.

Für die Punkte an diesem Tag sorgten Tristan (28), Abul (16), Dave, Jason (jeweils 10), Dominik (6) und Felix (2). Auch wenn es zum Ende der Partie etwas zäher lief, setzte sich jeder für das Team ein. Der Lohn an diesem Tag war nicht nur ein 72:52-Auswärtssieg sondern auch der vorzeitige Landesmeistertitel. SUPER gemacht!!!

Zwei Spiele muss das Landesligateam dennoch noch bestreiten, aber hey ihr geht als Landemeister in die Partien! Wie super ist das denn!!!

Herren 1: Wo ist Mathis?

Mathis Näfken will zur nächsten Saison wieder angreifen // Foto: Hartmut Bösener

(jl) Mathis Naefken wollte zu Beginn der Oberliga-Saison 2017/18 eigentlich voll durchstarten. Der sympathische, 20 Jahre alte gebürtige Bernburger, der seit Anfang 2016 für den BCA spielt, erzielte sogar 15 Punkte in vier Spielen. Doch dann kurz vor Weihnachten, war Mathis buchstäblich auf einmal vom Hallenboden im Philan-Dome verschwunden. Lautlos war er gegangen. Wir fragten uns: Was ist da los? Wir haben Mathis für Euch gefunden!

  1. Hi Mathis, wo bist du abgeblieben, warum spielst du aktuell nicht mehr?

Hey an alle, ich falle leider bis mindestens August 2018 aus, weil mein vorderes Kreuzband gerissen war und mein Meniskus doppelt genäht werden musste. (Die Operation fand nämlich noch vor Weihnachten statt, und mit Krücken lässt sich schlecht Basketball spielen. Zimmergenosse von Mathis war im übrigen kein Geringerer als Arik Schumann, Koordinator für Verbandsentwicklung beim BVSA und gerngesehener Gast im BCA-Büro – ja Mathis wir haben überall Augen und Ohren 😉 aber nun weiter im Interview… )

  1. Wann willst du wieder zurück sein?

Spätestens zur nächsten Saison möchte ich wieder angreifen und mein Team wieder unterstützten! Und das besser als je zuvor! Also: #comebackstronger (Nur nebenbei: Die neue Saison beginnt offiziell am 13. August 2018! Wir hoffen also, dass deine Muskelmasse und Sprungkraft dann bei 120 % sind!!)

  1. Was machst du mit der vielen Basketball-freien Zeit?

In meiner Zwangspause tue ich natürlich alles, um so schnell wie möglich zu genesen und versuche mein Basketball-IQ ein wenig zu verbessern durch genaue Recherchen und Diskussionen mit Stefan, der mich auch immer auf dem Laufendem hält! Danke für das Interview, Euer Mathis!
(Notiz an uns – Stefan nach Mathis fragen und nicht vergessen, gemeinsame Partybilder zu sichern – Notiz Ende)

Danke Mathis, dass du dir Zeit genommen hast. Wir würden uns freuen, wenn du dich bei den Oberliga-Spielen blicken lässt. Bald ist Playoff-Zeit – dein Team braucht dich – und zum Klatschen brauchst du keine Knie, ganz nach dem Motto: #klatschengehtauchohneknie!!