Streetballturnier auf dem Parkdeck des Dessau-Centers im Dessau-Center am 1. June 2019 in Dessau, Sachsen Anhalt, Deutschland, Foto: Hartmut Bösener

(mf) Monatelang vorbereitet und organisiert, vom Wettergott etwas zu sonnig beschienen und ein Spaß für Jung und Alt („etwas älter“ für die, die es noch nicht wahrhaben wollen 😉 ), so lässt sich unser Streetballturnier am vergangenen Samstag wohl am besten beschreiben.

Schon am Freitagabend rückten Organisatoren und Helfer an, um fast genau auf den Tag 25 Jahre nach dem ersten Streetballturnier in Dessau endlich ein neues Event auf die Beine zu stellen. Waren die Turniere früher im Stadtpark und auf dem Parkdeck der UCI-Kinowelt zu Gast gewesen, konnten wir dieses Jahr ein weiteres Parkdeck erobern –  und zwar das des Dessau Centers. Ab 18.30 Uhr hieß es dann Korbanlagen entladen, positionieren und aufbauen, Feldbegrenzungen abstecken und Pavillons errichten, anschließend wurden dann in mühevoller Handarbeit die Felder aufgemalt. Um die Motivation hochzuhalten, schmiss Robert gleich zwei Runden Eis, damit bei den sommerlichen Temperaturen niemand dehydrierte. Gegen 20 Uhr war diese Aufbauetappe dann glücklicherweise auch geschafft, die Felder waren bereit, der Infostand genauso, so dass alle nach Hause und ins Bett konnten.

Der Samstagmorgen kam dann wieder zeitiger, als es sich der eine oder andere gewünscht hätte. Punkt 8 Uhr standen dann alle Helfer auf der Matte und verliehen dem Parkdeck den finalen Schliff. Die Musikanlage wurde angeschlossen und der Infostand mit der notwendigen Technik versehen, dann folgte noch eine kurze Einweisung für alle Helfer, Courtwatcher und Parkeinweiser und wir waren bereit. Unsere reizenden Parkeinweiserinnen Jette und Yasmin hatten sich sich auf den Ebenen 1 und 2 positioniert, um den Teilnehmern ihre Parkmöglichkeiten aufzuzeigen und sie zu Parkdeck 3 weiterzuleiten, dabei waren sie in ihren orangenen „Dessau Center“-Shirts super zu erkennen.

Der Startschuss fiel, als 18 Grundschulmannschaften (8x 1.+2. Klasse, 10x 3.+4. Klasse) in die erste Turnierphase starteten. Auf 3 Courts spielten die Kinder unter den wachsamen Augen unserer Courtwatcher Friedel, Martin und Max, die, wie üblich beim Streetball, nur bei Streitfragen eingriffen, ansonsten mussten die Kids selbst auf die Regelübertretungen achten, was einigen schon erstaunlich gut gelang. Immer mit dabei waren auch unsere Fotografen Hartmut und Milly, die auf der Jagd nach dem besten Foto fleißig geknipst haben, Hartmut hatte sogar eine Drohne fliegen lassen, die Bilder aus der Vogelperspektive lieferte und mit dem Beitrag vom MDR, dürfte ausreichend Material zusammengekommen sein, sodass man jeden auf einem der Bilder, ob bewegt oder nicht, wiederfinden kann.

Zur Mittagszeit, als die Sonne bereits unerbittlich auf uns herunter brannte, die Courtwatcher schon zum dritten Mal ihre Sonnenschirme verrückt hatten und die Kinder bereits am Aufbrechen waren, trafen die Teams der Kategorien U16 (9 Mannschaften) und Ü16 (12 Mannschaften) ein, die nun in der zweiten Turnierphase gegeneinander spielen würden. Besonders im Erwachsenenbereich war die Spannung groß, hier waren nicht nur Teams aus Halle und Erfurt am Start, es gab auch einige Spieler die schon in den 90ern bei den ersten Streetballturnieren dabei waren! Der Modus „Jeder gegen Jeden“ behielten wir weiter bei, diesmal wurden beide Kategorien in zwei Gruppen aufgeteilt, im Anschluss kam es dann in Überkreuz-Spielen zu den Platzierungen. Allen Anwesenden war die starke Wärme bereits anzumerken, jedoch verlor keins der Match-ups an Intensität, einige schienen in der Hitze sogar richtig hochzukochen.

Was ist nun das Fazit des Tages? Auch nach 25 Jahren ist Dessau immer noch heiß auf Streetball und auch wenn nach der Abstinenz etwas die Routine bei der Organisation raus ist, so lief vieles bereits wieder besser als erwartet, an einigen Stellen hat es allerdings auch gehapert, besonders die eine oder andere Flasche Sonnencreme wäre nicht schlecht gewesen. Doch im Großen und Ganzen können wir auf ein gutes Turnier zurückblicken und vielleicht auch auf die erfolgreiche Wiederbelebung einer beliebten Tradition.

Danke an alle, die das möglich gemacht haben!